Ein weiterer Weltcupsieg!
24.06.2012 13:26:00 | |
Nino Schurter gewinnt den Weltcup in Mont St. Anne (Kanada) trotz eines Reifenschadens in der zweitletzten Runde. Nach einer Zitterpartie vermag er José Antonio Hermida (Spanien) im Sprint zu schlagen.
Die technisch und konditionell anspruchsvolle Strecke im französisch sprechenden Teil Kanadas hat den Fahrern alles abverlangt. Die steilen Serpentinen aufwärts und die holprigen und sehr ruppigen Abfahrten zeigten so manchem Fahrer sein Limit. Auch das Wetter trug seinen Teil bei: Zuerst gleissende Sonne, danach verwandelte der Regen die Strecke in eine Rutschpartie.
Der Startschuss liess die Cracks der Weltcupszene einmal mehr regelrecht aus dem Häuschen schiessen. Die vergleichsweise kurze Start-Ziel-Gerade führte auf der darauf folgenden Wiese zu einigem Gerangel, aus dem sich Nino Schurter geschickt raushalten konnte und bereits nach wenigen Metern die Führung übernahm. Er schlug ein ein unwiderstehliches Tempo an, das bereits in der ersten Runde zu etlichen Abständen führte.
Nach der ersten von fünf Runden überquert Nino solo die Ziellinie. Dahinter, mit bereits 23 Sekunden Rückstand folgt ein Quartett mit Jaroslav Kulhavy (Tschechien), José Antonio Hermida, Marco Fontana (Italien) und Florian Vogel (Schweiz). Die Abstände scheinen sich langsam einzupendeln, doch in der zweiten Runde lässt Hermida seine Mitstreiter stehen und vermag den Abstand zu Nino zu verkleinern.
Ende der zweiten Runde verkleinert Hermida seinen Rückstand auf gerade noch 14 Sekunden. Trotzdem scheint Nino seine Verfolger in Schach halten zu können: Ruhig und selbstbewusst pedaliert er an der Spitze in seinem Rhythmus und drückt so dem Rennen den Stempel auf. Hinter Hermida scheint nun auch Kulhavy sein Tempo gefunden zu haben, so dass sich die anfängliche Verfolgergruppe mehr und mehr auflöst.
Bald wird klar, dass der Sieg dieses Mal zwischen Nino und Hermida ausgemacht wird, denn hinter dem routinierten Spanier klafft nun eine Lücke, die wohl bereits zu gross ist, um wieder geschlossen werden zu können. Obwohl Hermida nun alles daran setzt, zu Nino aufschliessen zu können, vergrössert sich der Abstand in der dritten Runde wieder etwas, so dass Nino die Ziellinie mit einem Vorsprung von 19 Sekunden passiert.
Die vordersten Ränge scheinen daher bezogen und Nino's Sieg mehr oder weniger ungefährdet, in der zweitletzten Runde das Unverhoffte eintritt: Nino erleidet einen Reifenschaden und muss an der Techzone anhalten, ein Rad wechseln und zuschauen, wie Hermida an ihm vorbeizieht. Die Situation erinnert stark an die Weltmeisterschaften 2010, als auf der selben Strecke ein überragender Nino um seinen Titel gebracht wurde, weil er einen Defekt beheben musste. Geerbt hat den Titel damals ein und derselbe José Antonio Hermida, der jetzt an Nino vorbeizieht!
Aus einem Vorsprung von gut 15 Sekunden wird deshalb ein Rückstand von 15 Sekunden. Doch Nino lässt den verlorenen Titel hinter sich, fasst sich ein Herz und sprintet sich an das Hinterrad von Hermida. Das Rennen um den Sieg ist daher wieder völlig offen.
In der letzten Runde versucht Nino seinen Kontrahenten zu zermürben und abzuschütteln, doch Hermida ist zu erfahren, um jetzt noch abreissen zu lassen. Der einsetzende Regen lässt die ohnehin schon anspruchsvolle Strecke richtig rutschig werden. Da beide Spitzenreiter gut mit nassen Bedingungen klar kommen, ist kein eindeutiger Vorteil auszumachen.
Als sich das Duo dem Ziel nähert, wird klar, dass derjenige Fahrer im Vorteil ist, der zuerst auf die Gerade einbiegt. Für einen richtigen Sprint aus dem Windschatten heraus ist die Gerade zu kurz. Der Positionskampf findet deshalb auf dem letzten Kilometer statt.
Tatsächlich vermag Nino, als erster in Spitzenposition in die Zielgerade einzubiegen und Hermida im Sprint keine Chance zu lassen, so dass Nino einen weiteren fantastischen Sieg feiern kann.
Im Ziel gibt sich Nino sichtlich erleichtert: "Ich bin wirklich froh, das Rennen trotz eines Defekts gewonnen zu haben." Damit hat er nicht nur sein Palmares verschönert, sondern auch die Weltcupführung ausgebaut.
Weltmeister Kulhavy wird Dritter mit einem Rückstand von fast zwei Minuten, Vierter wird Carlos Coloma (Spanien). Florian Vogel, Nino's Teamkollege, fällt gegen Ende eines beherzten Rennens leider noch etwas zurück und landet schliesslich auf Rang 8.
Die technisch und konditionell anspruchsvolle Strecke im französisch sprechenden Teil Kanadas hat den Fahrern alles abverlangt. Die steilen Serpentinen aufwärts und die holprigen und sehr ruppigen Abfahrten zeigten so manchem Fahrer sein Limit. Auch das Wetter trug seinen Teil bei: Zuerst gleissende Sonne, danach verwandelte der Regen die Strecke in eine Rutschpartie.
Der Startschuss liess die Cracks der Weltcupszene einmal mehr regelrecht aus dem Häuschen schiessen. Die vergleichsweise kurze Start-Ziel-Gerade führte auf der darauf folgenden Wiese zu einigem Gerangel, aus dem sich Nino Schurter geschickt raushalten konnte und bereits nach wenigen Metern die Führung übernahm. Er schlug ein ein unwiderstehliches Tempo an, das bereits in der ersten Runde zu etlichen Abständen führte.
Nach der ersten von fünf Runden überquert Nino solo die Ziellinie. Dahinter, mit bereits 23 Sekunden Rückstand folgt ein Quartett mit Jaroslav Kulhavy (Tschechien), José Antonio Hermida, Marco Fontana (Italien) und Florian Vogel (Schweiz). Die Abstände scheinen sich langsam einzupendeln, doch in der zweiten Runde lässt Hermida seine Mitstreiter stehen und vermag den Abstand zu Nino zu verkleinern.
Ende der zweiten Runde verkleinert Hermida seinen Rückstand auf gerade noch 14 Sekunden. Trotzdem scheint Nino seine Verfolger in Schach halten zu können: Ruhig und selbstbewusst pedaliert er an der Spitze in seinem Rhythmus und drückt so dem Rennen den Stempel auf. Hinter Hermida scheint nun auch Kulhavy sein Tempo gefunden zu haben, so dass sich die anfängliche Verfolgergruppe mehr und mehr auflöst.
Bald wird klar, dass der Sieg dieses Mal zwischen Nino und Hermida ausgemacht wird, denn hinter dem routinierten Spanier klafft nun eine Lücke, die wohl bereits zu gross ist, um wieder geschlossen werden zu können. Obwohl Hermida nun alles daran setzt, zu Nino aufschliessen zu können, vergrössert sich der Abstand in der dritten Runde wieder etwas, so dass Nino die Ziellinie mit einem Vorsprung von 19 Sekunden passiert.
Die vordersten Ränge scheinen daher bezogen und Nino's Sieg mehr oder weniger ungefährdet, in der zweitletzten Runde das Unverhoffte eintritt: Nino erleidet einen Reifenschaden und muss an der Techzone anhalten, ein Rad wechseln und zuschauen, wie Hermida an ihm vorbeizieht. Die Situation erinnert stark an die Weltmeisterschaften 2010, als auf der selben Strecke ein überragender Nino um seinen Titel gebracht wurde, weil er einen Defekt beheben musste. Geerbt hat den Titel damals ein und derselbe José Antonio Hermida, der jetzt an Nino vorbeizieht!
Aus einem Vorsprung von gut 15 Sekunden wird deshalb ein Rückstand von 15 Sekunden. Doch Nino lässt den verlorenen Titel hinter sich, fasst sich ein Herz und sprintet sich an das Hinterrad von Hermida. Das Rennen um den Sieg ist daher wieder völlig offen.
In der letzten Runde versucht Nino seinen Kontrahenten zu zermürben und abzuschütteln, doch Hermida ist zu erfahren, um jetzt noch abreissen zu lassen. Der einsetzende Regen lässt die ohnehin schon anspruchsvolle Strecke richtig rutschig werden. Da beide Spitzenreiter gut mit nassen Bedingungen klar kommen, ist kein eindeutiger Vorteil auszumachen.
Als sich das Duo dem Ziel nähert, wird klar, dass derjenige Fahrer im Vorteil ist, der zuerst auf die Gerade einbiegt. Für einen richtigen Sprint aus dem Windschatten heraus ist die Gerade zu kurz. Der Positionskampf findet deshalb auf dem letzten Kilometer statt.
Tatsächlich vermag Nino, als erster in Spitzenposition in die Zielgerade einzubiegen und Hermida im Sprint keine Chance zu lassen, so dass Nino einen weiteren fantastischen Sieg feiern kann.
Im Ziel gibt sich Nino sichtlich erleichtert: "Ich bin wirklich froh, das Rennen trotz eines Defekts gewonnen zu haben." Damit hat er nicht nur sein Palmares verschönert, sondern auch die Weltcupführung ausgebaut.
Weltmeister Kulhavy wird Dritter mit einem Rückstand von fast zwei Minuten, Vierter wird Carlos Coloma (Spanien). Florian Vogel, Nino's Teamkollege, fällt gegen Ende eines beherzten Rennens leider noch etwas zurück und landet schliesslich auf Rang 8.